Prepaid
Die Kurzantwort: Vorbezahlter Mobilfunktarif ohne Grundgebühr.
Rund um Mobilfunkverträge spielt Prepaid eine praktische Rolle. Vorbezahlter Mobilfunktarif ohne Grundgebühr.
Was der Begriff bedeutet
Prepaid-Karten werden vor der Nutzung mit Guthaben aufgeladen. Es gibt keine Grundgebühr und keine Vertragslaufzeit. Ideal für Wenignutzer, Kinder, Zweitkarten und für Verbraucher, die Kostenkontrolle wollen. Nachteile: Meist keine Rufnummernmitnahme bei aktivem Guthaben, geringere Netzpriorität bei Überlastung.
Was das für Verbraucher bedeutet
Im Zusammenspiel mit weiteren Tarifmerkmalen entfaltet der Begriff seine Bedeutung. Übersetzt in den Vertragsalltag: Verwandt sind unter anderem folgende Begriffe:
- Postpaid — Klassischer Handyvertrag mit monatlicher Rechnung.
- Prepaid-Aufladung — Guthaben auf eine Prepaid-Karte laden.
- Prepaid-Guthaben — Vorbezahlter Betrag für Anrufe, SMS und Daten.
Im Markt-Kontext
Die TKG-Reform vom Dezember 2021 hat die Verbraucherposition spürbar gestärkt. Kernpunkte: Verträge verlängern sich nur noch um höchstens einen Monat statt um ein ganzes Jahr, sind danach monatlich kündbar. Bei Minderleistung gibt es ein Recht auf Preisminderung oder Sonderkündigung. Portierungen sind ausnahmslos kostenlos.
Was Verbraucher tun können
Für die Kostenkontrolle bewährt sich Prepaid besonders bei Kindern, älteren Menschen und Zweitgeräten. Ohne Grundgebühr, ohne Vertragslaufzeit, ohne Bonitätsprüfung — dafür mit geringerer Netzpriorität bei Überlastung. Bei aktuellen Prepaid-Angeboten mit 5G-Zugang liegt der Preisunterschied zu vergleichbaren Postpaid-Tarifen kaum noch bei mehr als wenigen Euro.
Das Vertragsende wird oft übersehen — im Kundenportal genau nachsehen.
Häufige Fragen
Verbraucher stellen zu diesem Punkt häufig folgende Fragen.
Wie groß muss mein Datenvolumen sein?
Für Wenignutzer reichen 3 bis 5 GB, für Streaming-Fans sollten 20 GB und mehr eingeplant werden. Vielnutzer greifen zu Unlimited-Tarifen.
Kann ich meine Handynummer behalten, wenn ich kündige?
Ja. Beauftragen Sie parallel zur Kündigung die Rufnummernmitnahme beim neuen Anbieter.
Was ist Data Sharing?
Beim Data Sharing teilen sich mehrere Karten eines Vertrags dasselbe Datenvolumen. Bei Familientarifen sinnvoll, wenn nicht jeder Nutzer sein eigenes Kontingent braucht.
Kann ich meine Rufnummer nach der Portierung wieder zurück wechseln?
Ja. Rufnummern können mehrfach portiert werden. Jeder Wechsel muss aber ordentlich mit Kündigung des alten und Portierungsauftrag beim neuen Anbieter erfolgen.
Was passiert, wenn mein Handy zu langsam ist?
Bei erheblicher Minderleistung nach § 57 TKG dürfen Sie mindern oder außerordentlich kündigen. Die BNetzA-App liefert den offiziellen Nachweis.