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Rufnummer mitnehmen: So klappt die Portierung

Die Kurzantwort: Was zu tun ist, damit die alte Handynummer bei einem neuen Anbieter weiterlebt.

Rechtliche Grundlage: § 46 TKG

Die Rufnummernmitnahme (Mobile Number Portability, MNP) ist in Deutschland durch das Telekommunikationsgesetz garantiert. Seit dem 1. Dezember 2021 ist sie in jedem Fall kostenlos. Der alte Anbieter darf für die Portierung selbst kein Entgelt mehr verlangen.

Portierungszeitraum: 4 Monate vor bis 3 Monate nach Vertragsende

Sie können die Portierung frühestens 4 Monate vor dem Ende des alten Vertrags beauftragen und noch bis zu 3 Monate danach. Für die reibungsloseste Umstellung sind 10 bis 14 Tage vor Vertragsende praktisch — dann liegt die neue SIM meist rechtzeitig vor.

Was Sie brauchen

Für die Portierung liefern Sie beim neuen Anbieter: die alte Rufnummer, den alten Anbieter, Ihren Namen und Ihr Geburtsdatum exakt wie im alten Vertrag geführt. Fragen Sie beim alten Anbieter nach den Portierungsdaten — viele bieten dazu ein Dokument im Kundenportal.

Sofortige Portierung: Opt-in nötig

Wollen Sie vor Vertragsende wechseln, brauchen Sie das Opt-in des alten Anbieters. Damit gibt er die Nummer zur vorzeitigen Portierung frei. Achtung: Der alte Vertrag läuft trotzdem bis zum Ende weiter, wenn er nicht separat gekündigt wird.

Portierung auf eSIM

Eine Portierung ist unabhängig vom SIM-Format möglich. Ob die alte physische SIM oder eine eSIM war — sie kann auf die neue eSIM oder auf eine neue Plastik-SIM wandern. Voraussetzung ist nur, dass das neue Endgerät eSIM unterstützt und der neue Anbieter das gebuchte SIM-Format bereitstellt.

Erfahrungswert

Das Vertragsende wird oft übersehen — im Kundenportal genau nachsehen.

Häufige Fragen

Verbraucher stellen zu diesem Punkt häufig folgende Fragen.

Was passiert mit meinem Vertrag im Todesfall?

Die Erben haben ein Sonderkündigungsrecht binnen sechs Wochen nach Kenntnis des Todesfalls. Der Anbieter braucht dazu eine Sterbeurkunde.

Welches Netz habe ich?

Aus der Vorwahl lässt sich das ursprüngliche Netz ableiten, bei portierten Nummern nur über eine HLR-Abfrage das aktuelle.

Was ist 5G Standalone?

Reines 5G ohne LTE-Anker. Erst damit werden Funktionen wie Network Slicing und volle Latenz-Vorteile möglich.

Wie oft muss ich meine Prepaid-Karte nutzen?

Bei den meisten Anbietern reicht alle 6 Monate eine kostenpflichtige Nutzung, sonst wird die Karte deaktiviert. Prüfen Sie die individuellen Bedingungen Ihres Anbieters.

Was ist der Unterschied zwischen einem Discounter und einem MVNO?

Ein Discounter ist ein Reseller, der Tarife eines Netzbetreibers vertreibt. Ein echter MVNO hat zusätzlich eigene Vermittlungstechnik und eigene Rufnummernbereiche.