Vorwahl 0152: Welches Mobilfunknetz?
In einem Satz: Die Vorwahl 0152 gehört ursprünglich zum Netz von Vodafone (Vodafone GmbH).
Bedeutung im Mobilfunk
Für die Kaufentscheidung eines Handytarifs ist die Vorwahl 0152 ein Baustein. Der Rufnummernblock 0152 ist laut der Zuteilung der Bundesnetzagentur an die Vodafone GmbH vergeben. Damit gehört jede neu geschaltete Rufnummer aus diesem Bereich zum Netz von Vodafone.
Für den Alltag
Erst mit Blick auf die umliegenden Themen wird die Rolle im Vertrag deutlich. Konkret heißt das: Bei der ursprünglichen Zuteilung sagt die Vorwahl klar, in welchem Netz die Rufnummer geführt wird. Bei portierten Nummern verlässt die Nummer dieses Netz — welches Netz aktuell zuständig ist, lässt sich nur über eine sogenannte HLR-Abfrage ermitteln.
Wie unterscheiden sich die Netze?
Die vier deutschen Mobilfunknetze bieten unterschiedliche Ausbauqualitäten. Die Telekom gilt seit vielen Jahren als führend bei der Flächenabdeckung, Vodafone folgt eng, o2 hat in urbanen Räumen sehr gute Werte und auf dem Land Lücken. Das jüngste Netz von 1&1 ist regional stark unterschiedlich ausgebaut und nutzt außerhalb seiner Eigenzellen ein nationales Roaming-Abkommen mit Vodafone.
Rufnummernaufbau in Deutschland
Eine deutsche Mobilfunknummer besteht aus der Verkehrsausscheidungsnummer 0, der Dienstkennzahl (15, 16 oder 17), einer Blockkennung und der eigentlichen Teilnehmernummer. Aus der Blockkennung leitet sich das Netz ab — im Fall von 0152 also Vodafone GmbH. Aufgrund der Portierung nach § 46 TKG darf die Blockkennung aber nicht als Beweis für das aktuelle Netz einer bestimmten Nummer verwendet werden.
Wie prüfe ich das aktuelle Netz einer Rufnummer?
Aus dem Rufnummernblock ergibt sich das ursprüngliche Netz. Wurde die Nummer portiert, muss eine sogenannte HLR-Abfrage (Home Location Register) durchgeführt werden — sie liefert das aktuell zuständige Netz. Einige Anbieter stellen kostenlose Netz-Prüfer per SMS bereit, andere spezialisierte Dienstleister berechnen wenige Cent pro Abfrage.
Markt-Kontext
Die vier Netzbetreiber teilen sich unterschiedlich große Marktanteile: Historisch führt die Telekom, gefolgt von Vodafone und Telefónica. Der Marktanteil von 1&1 wächst mit dem eigenen Netzausbau langsam. Ergänzt wird die Landschaft durch mehr als fünfzig Reseller, MVNOs und Marken-Discounter aus Handel und Retail.
Für Verbraucher heißt das
Beim Vertragsabschluss lohnt der Blick auf mehr als nur den Grundpreis. Wichtig sind Datenvolumen, Netz, Vertragslaufzeit, Roaming-Bedingungen und Zusatzoptionen wie MultiSIM oder Familientarife. Ein günstiger Grundpreis wird schnell teuer, wenn Sie regelmäßig Daten nachbuchen müssen oder das Netz am eigenen Wohnort schwach ist.
Vor dem Anbieterwechsel den Netzausbau am Wohnort prüfen — nicht jeder Anbieter liefert überall.
Häufige Fragen
Diese Fragen erreichen uns rund um das Thema besonders oft.
Gibt es Handytarife ohne Vertragslaufzeit?
Ja. Monatlich kündbare Tarife gibt es bei fast allen Anbietern, meist etwas teurer als 24-Monats-Verträge, dafür jederzeit beendbar.
Was tun, wenn mein Handy gestohlen wird?
Sofort SIM sperren lassen. Zusätzlich die IMEI beim Anbieter sperren — damit lässt sich das Gerät in kein Netz mehr einbuchen. Die IMEI zeigt *#06# an.
Wie groß muss mein Datenvolumen sein?
Für Wenignutzer reichen 3 bis 5 GB, für Streaming-Fans sollten 20 GB und mehr eingeplant werden. Vielnutzer greifen zu Unlimited-Tarifen.
Kann ich meine Handynummer behalten, wenn ich kündige?
Ja. Beauftragen Sie parallel zur Kündigung die Rufnummernmitnahme beim neuen Anbieter.
Was ist Data Sharing?
Beim Data Sharing teilen sich mehrere Karten eines Vertrags dasselbe Datenvolumen. Bei Familientarifen sinnvoll, wenn nicht jeder Nutzer sein eigenes Kontingent braucht.