mobilfunkvertrag.net

Vorwahl 01522: Welches Mobilfunknetz?

Kurz gesagt: Die Vorwahl 01522 gehört ursprünglich zum Netz von Vodafone (Vodafone GmbH).

Worum es geht

Wer einen neuen Handyvertrag prüft, wird auf die Vorwahl 01522 stoßen. Der Rufnummernblock 01522 ist laut der Zuteilung der Bundesnetzagentur an die Vodafone GmbH vergeben. Damit gehört jede neu geschaltete Rufnummer aus diesem Bereich zum Netz von Vodafone.

Praktische Auswirkung

Der Zusammenhang mit anderen Bereichen des Mobilfunks ist eng. Für Verbraucher bedeutet das: Bei der ursprünglichen Zuteilung sagt die Vorwahl klar, in welchem Netz die Rufnummer geführt wird. Bei portierten Nummern verlässt die Nummer dieses Netz — welches Netz aktuell zuständig ist, lässt sich nur über eine sogenannte HLR-Abfrage ermitteln.

Wie unterscheiden sich die Netze?

Die vier deutschen Mobilfunknetze bieten unterschiedliche Ausbauqualitäten. Die Telekom gilt seit vielen Jahren als führend bei der Flächenabdeckung, Vodafone folgt eng, o2 hat in urbanen Räumen sehr gute Werte und auf dem Land Lücken. Das jüngste Netz von 1&1 ist regional stark unterschiedlich ausgebaut und nutzt außerhalb seiner Eigenzellen ein nationales Roaming-Abkommen mit Vodafone.

Rufnummernaufbau in Deutschland

Eine deutsche Mobilfunknummer besteht aus der Verkehrsausscheidungsnummer 0, der Dienstkennzahl (15, 16 oder 17), einer Blockkennung und der eigentlichen Teilnehmernummer. Aus der Blockkennung leitet sich das Netz ab — im Fall von 01522 also Vodafone GmbH. Aufgrund der Portierung nach § 46 TKG darf die Blockkennung aber nicht als Beweis für das aktuelle Netz einer bestimmten Nummer verwendet werden.

Wie prüfe ich das aktuelle Netz einer Rufnummer?

Aus dem Rufnummernblock ergibt sich das ursprüngliche Netz. Wurde die Nummer portiert, muss eine sogenannte HLR-Abfrage (Home Location Register) durchgeführt werden — sie liefert das aktuell zuständige Netz. Einige Anbieter stellen kostenlose Netz-Prüfer per SMS bereit, andere spezialisierte Dienstleister berechnen wenige Cent pro Abfrage.

Markt-Kontext

Der deutsche Mobilfunkmarkt geht auf die frühen 1990er Jahre zurück. Damals starteten mit D1 (Telekom) und D2 (Vodafone) die ersten GSM-Netze, ergänzt durch E-Plus und o2 im E-Netz. Nach mehreren Fusionen — E-Plus ging 2014 in Telefónica auf, mobilcom-debitel firmiert seit 2022 als Freenet — hat sich der Markt konsolidiert. Mit dem Aufbau des vierten Netzes durch 1&1 seit 2023 gibt es wieder mehr Bewegung.

Für Verbraucher heißt das

Für Vielnutzer ohne festes Datenvolumen-Budget kann ein Unlimited-Tarif die günstigere Wahl sein. Wer regelmäßig über 30 GB im Monat verbraucht, spart mit einem Flat-Datentarif oft gegenüber häufigem Nachbuchen. Für alle anderen ist ein Tarif mit klar definiertem Volumen meist wirtschaftlicher.

Worauf zu achten ist

Wer ein eigenes Handy hat, fährt mit einem SIM-only-Tarif fast immer günstiger.

Häufige Fragen

Verbraucher stellen zu diesem Punkt häufig folgende Fragen.

Ist die Rufnummernmitnahme kostenlos?

Ja, seit Dezember 2021 ist die Portierung nach § 46 TKG immer kostenlos.

Kann ich meinen alten Vertrag außerordentlich kündigen?

Bei Umzug ohne Netzverfügbarkeit, im Todesfall oder bei erheblicher Minderleistung ja. Sonst gilt die reguläre Frist.

Was ist ein Kombi-Tarif?

Bündel aus Mobilfunk und Festnetz-Internet desselben Anbieters mit monatlichem Rabatt.

Was passiert bei Insolvenz meines Mobilfunkanbieters?

Sonderkündigungsrecht nach TKG. Ihre Rufnummer können Sie mitnehmen — beauftragen Sie die Portierung so früh wie möglich beim neuen Anbieter.

Wie sicher ist eine SIM-Karte?

SIM-Karten sind durch PIN gesichert. Nach dreimal falscher Eingabe wird die Karte gesperrt und lässt sich nur mit PUK entsperren. Nach zehn falschen PUK-Eingaben ist die Karte unbrauchbar.