Vorwahl 01553: Welches Mobilfunknetz?
Die Kurzantwort: Die Vorwahl 01553 gehört ursprünglich zum Netz von 1&1 (1&1 Mobilfunk GmbH).
Was der Begriff bedeutet
In der Diskussion über Handytarife taucht die Vorwahl 01553 regelmäßig auf. Der Rufnummernblock 01553 ist laut der Zuteilung der Bundesnetzagentur an die 1&1 Mobilfunk GmbH vergeben. Damit gehört jede neu geschaltete Rufnummer aus diesem Bereich zum Netz von 1&1.
Was das für Verbraucher bedeutet
Im Zusammenspiel mit weiteren Tarifmerkmalen entfaltet der Begriff seine Bedeutung. Übersetzt in den Vertragsalltag: Bei der ursprünglichen Zuteilung sagt die Vorwahl klar, in welchem Netz die Rufnummer geführt wird. Bei portierten Nummern verlässt die Nummer dieses Netz — welches Netz aktuell zuständig ist, lässt sich nur über eine sogenannte HLR-Abfrage ermitteln.
Wie unterscheiden sich die Netze?
Die vier deutschen Mobilfunknetze bieten unterschiedliche Ausbauqualitäten. Die Telekom gilt seit vielen Jahren als führend bei der Flächenabdeckung, Vodafone folgt eng, o2 hat in urbanen Räumen sehr gute Werte und auf dem Land Lücken. Das jüngste Netz von 1&1 ist regional stark unterschiedlich ausgebaut und nutzt außerhalb seiner Eigenzellen ein nationales Roaming-Abkommen mit Vodafone.
Rufnummernaufbau in Deutschland
Eine deutsche Mobilfunknummer besteht aus der Verkehrsausscheidungsnummer 0, der Dienstkennzahl (15, 16 oder 17), einer Blockkennung und der eigentlichen Teilnehmernummer. Aus der Blockkennung leitet sich das Netz ab — im Fall von 01553 also 1&1 Mobilfunk GmbH. Aufgrund der Portierung nach § 46 TKG darf die Blockkennung aber nicht als Beweis für das aktuelle Netz einer bestimmten Nummer verwendet werden.
Wie prüfe ich das aktuelle Netz einer Rufnummer?
Aus dem Rufnummernblock ergibt sich das ursprüngliche Netz. Wurde die Nummer portiert, muss eine sogenannte HLR-Abfrage (Home Location Register) durchgeführt werden — sie liefert das aktuell zuständige Netz. Einige Anbieter stellen kostenlose Netz-Prüfer per SMS bereit, andere spezialisierte Dienstleister berechnen wenige Cent pro Abfrage.
Markt-Kontext
Ein spürbarer Preisverfall im Discount-Segment ging von der Drillisch-Gruppe (heute Teil von United Internet/1&1) und den Handel-Discountern aus. Aldi Talk, Lidl Connect und die Congstar-Töchter der Deutschen Telekom drückten die Grundgebühren für Allnet-Flat-Tarife deutlich, ohne die Netzqualität zu opfern.
Für Verbraucher heißt das
Wer im Ausland viel telefoniert oder surft, sollte die Roaming-Bedingungen des Tarifs genau lesen. Innerhalb der EU gilt Roam like at home und der Tarif ist ohne Aufpreis nutzbar. Außerhalb der EU können Auslandsoptionen sinnvoll sein — für längere Aufenthalte lohnt sich oft eine lokale Prepaid-Karte oder eine Reise-eSIM.
Prepaid ist die einfachste Kostenkontrolle für Wenignutzer und Kinder.
Häufige Fragen
Aus dem redaktionellen Alltag: die häufigsten Fragen zum Thema.
Was passiert bei Insolvenz meines Mobilfunkanbieters?
Sonderkündigungsrecht nach TKG. Ihre Rufnummer können Sie mitnehmen — beauftragen Sie die Portierung so früh wie möglich beim neuen Anbieter.
Wie sicher ist eine SIM-Karte?
SIM-Karten sind durch PIN gesichert. Nach dreimal falscher Eingabe wird die Karte gesperrt und lässt sich nur mit PUK entsperren. Nach zehn falschen PUK-Eingaben ist die Karte unbrauchbar.
Was ist eine eSIM?
Eine eSIM ist ein fest verbauter Chip im Smartphone, auf dem Mobilfunkprofile digital aktiviert werden — kein Warten auf eine Plastikkarte mehr.
Was ist eine Fair Use Policy?
Ein Volumen-Limit beim EU-Roaming, damit Auslandsnutzer den deutschen Tarif nicht dauerhaft von außen nutzen.
Muss ich mein Handy vom Anbieter kaufen?
Nein. Bei SIM-only-Tarifen bringen Sie Ihr eigenes Handy mit (BYOD). Wichtig: SIM-Lock prüfen und die vom Handy unterstützten Frequenzbänder mit dem Netz abgleichen.