Vorwahl 01560: Welches Mobilfunknetz?
Schnell erklärt: Die Vorwahl 01560 gehört ursprünglich zum Netz von 1&1 (1&1 Mobilfunk GmbH).
So ist der Begriff definiert
Beim Blick auf Tarifdetails begegnet einem die Vorwahl 01560 häufig. Der Rufnummernblock 01560 ist laut der Zuteilung der Bundesnetzagentur an die 1&1 Mobilfunk GmbH vergeben. Damit gehört jede neu geschaltete Rufnummer aus diesem Bereich zum Netz von 1&1.
Bedeutung im Vertragsalltag
Verstehen lässt sich der Begriff am besten im Zusammenspiel mit anderen Aspekten. Auf den Alltag übertragen: Bei der ursprünglichen Zuteilung sagt die Vorwahl klar, in welchem Netz die Rufnummer geführt wird. Bei portierten Nummern verlässt die Nummer dieses Netz — welches Netz aktuell zuständig ist, lässt sich nur über eine sogenannte HLR-Abfrage ermitteln.
Wie unterscheiden sich die Netze?
Die vier deutschen Mobilfunknetze bieten unterschiedliche Ausbauqualitäten. Die Telekom gilt seit vielen Jahren als führend bei der Flächenabdeckung, Vodafone folgt eng, o2 hat in urbanen Räumen sehr gute Werte und auf dem Land Lücken. Das jüngste Netz von 1&1 ist regional stark unterschiedlich ausgebaut und nutzt außerhalb seiner Eigenzellen ein nationales Roaming-Abkommen mit Vodafone.
Rufnummernaufbau in Deutschland
Eine deutsche Mobilfunknummer besteht aus der Verkehrsausscheidungsnummer 0, der Dienstkennzahl (15, 16 oder 17), einer Blockkennung und der eigentlichen Teilnehmernummer. Aus der Blockkennung leitet sich das Netz ab — im Fall von 01560 also 1&1 Mobilfunk GmbH. Aufgrund der Portierung nach § 46 TKG darf die Blockkennung aber nicht als Beweis für das aktuelle Netz einer bestimmten Nummer verwendet werden.
Wie prüfe ich das aktuelle Netz einer Rufnummer?
Aus dem Rufnummernblock ergibt sich das ursprüngliche Netz. Wurde die Nummer portiert, muss eine sogenannte HLR-Abfrage (Home Location Register) durchgeführt werden — sie liefert das aktuell zuständige Netz. Einige Anbieter stellen kostenlose Netz-Prüfer per SMS bereit, andere spezialisierte Dienstleister berechnen wenige Cent pro Abfrage.
Markt-Kontext
5G kam 2019 in Deutschland auf den Markt und ist seit 2024 in Ballungsräumen weit verbreitet. Die Ausbaustufen Non-Standalone (auf LTE aufbauend) und Standalone (5G-Kern) laufen parallel. Bei Standard-Tarifen ist der 5G-Zugang inzwischen üblich, auch bei vielen Discount-Marken.
Für Verbraucher heißt das
Die Netzabdeckung am Wohnort ist ein Kriterium, das viele Verbraucher unterschätzen. Bevor Sie einen 24-Monats-Vertrag abschließen, prüfen Sie die Netzkarte des betreffenden Anbieters für Ihre Adresse. Alle vier Netzbetreiber stellen dafür kostenlose Online-Werkzeuge bereit, ergänzt durch Erfahrungswerte aus Netztests.
Ein Blick auf die Kündigungsfrist lohnt sich immer, auch wenn der Wechsel noch nicht ansteht.
Häufige Fragen
Diese Fragen erreichen uns rund um das Thema besonders oft.
Was kostet ein guter Handytarif 2026?
Preislich reichen die Angebote von 5 Euro Prepaid-Discountern bis 60 Euro für Unlimited-Tarife der Netzbetreiber.
Was ist der Unterschied zwischen Netzbetreiber und MVNO?
Ein Netzbetreiber besitzt ein eigenes Netz. Ein MVNO mietet Kapazitäten bei einem Netzbetreiber und vermarktet unter eigener Marke.
Gibt es Handytarife ohne Vertragslaufzeit?
Ja. Monatlich kündbare Tarife gibt es bei fast allen Anbietern, meist etwas teurer als 24-Monats-Verträge, dafür jederzeit beendbar.
Was tun, wenn mein Handy gestohlen wird?
Sofort SIM sperren lassen. Zusätzlich die IMEI beim Anbieter sperren — damit lässt sich das Gerät in kein Netz mehr einbuchen. Die IMEI zeigt *#06# an.
Wie groß muss mein Datenvolumen sein?
Für Wenignutzer reichen 3 bis 5 GB, für Streaming-Fans sollten 20 GB und mehr eingeplant werden. Vielnutzer greifen zu Unlimited-Tarifen.