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Vorwahl 01565: Welches Mobilfunknetz?

Kurz gesagt: Die Vorwahl 01565 gehört ursprünglich zum Netz von 1&1 (1&1 Mobilfunk GmbH).

Worum es geht

Für die Kaufentscheidung eines Handytarifs ist die Vorwahl 01565 ein Baustein. Der Rufnummernblock 01565 ist laut der Zuteilung der Bundesnetzagentur an die 1&1 Mobilfunk GmbH vergeben. Damit gehört jede neu geschaltete Rufnummer aus diesem Bereich zum Netz von 1&1.

Praktische Auswirkung

Der Zusammenhang mit anderen Bereichen des Mobilfunks ist eng. Für Verbraucher bedeutet das: Bei der ursprünglichen Zuteilung sagt die Vorwahl klar, in welchem Netz die Rufnummer geführt wird. Bei portierten Nummern verlässt die Nummer dieses Netz — welches Netz aktuell zuständig ist, lässt sich nur über eine sogenannte HLR-Abfrage ermitteln.

Wie unterscheiden sich die Netze?

Die vier deutschen Mobilfunknetze bieten unterschiedliche Ausbauqualitäten. Die Telekom gilt seit vielen Jahren als führend bei der Flächenabdeckung, Vodafone folgt eng, o2 hat in urbanen Räumen sehr gute Werte und auf dem Land Lücken. Das jüngste Netz von 1&1 ist regional stark unterschiedlich ausgebaut und nutzt außerhalb seiner Eigenzellen ein nationales Roaming-Abkommen mit Vodafone.

Rufnummernaufbau in Deutschland

Eine deutsche Mobilfunknummer besteht aus der Verkehrsausscheidungsnummer 0, der Dienstkennzahl (15, 16 oder 17), einer Blockkennung und der eigentlichen Teilnehmernummer. Aus der Blockkennung leitet sich das Netz ab — im Fall von 01565 also 1&1 Mobilfunk GmbH. Aufgrund der Portierung nach § 46 TKG darf die Blockkennung aber nicht als Beweis für das aktuelle Netz einer bestimmten Nummer verwendet werden.

Wie prüfe ich das aktuelle Netz einer Rufnummer?

Aus dem Rufnummernblock ergibt sich das ursprüngliche Netz. Wurde die Nummer portiert, muss eine sogenannte HLR-Abfrage (Home Location Register) durchgeführt werden — sie liefert das aktuell zuständige Netz. Einige Anbieter stellen kostenlose Netz-Prüfer per SMS bereit, andere spezialisierte Dienstleister berechnen wenige Cent pro Abfrage.

Markt-Kontext

Die vier Netzbetreiber teilen sich unterschiedlich große Marktanteile: Historisch führt die Telekom, gefolgt von Vodafone und Telefónica. Der Marktanteil von 1&1 wächst mit dem eigenen Netzausbau langsam. Ergänzt wird die Landschaft durch mehr als fünfzig Reseller, MVNOs und Marken-Discounter aus Handel und Retail.

Für Verbraucher heißt das

Beim Vertragsabschluss lohnt der Blick auf mehr als nur den Grundpreis. Wichtig sind Datenvolumen, Netz, Vertragslaufzeit, Roaming-Bedingungen und Zusatzoptionen wie MultiSIM oder Familientarife. Ein günstiger Grundpreis wird schnell teuer, wenn Sie regelmäßig Daten nachbuchen müssen oder das Netz am eigenen Wohnort schwach ist.

Erfahrungswert

Wer ein eigenes Handy hat, fährt mit einem SIM-only-Tarif fast immer günstiger.

Häufige Fragen

Diese Fragen erreichen uns rund um das Thema besonders oft.

Was ist Data Sharing?

Beim Data Sharing teilen sich mehrere Karten eines Vertrags dasselbe Datenvolumen. Bei Familientarifen sinnvoll, wenn nicht jeder Nutzer sein eigenes Kontingent braucht.

Kann ich meine Rufnummer nach der Portierung wieder zurück wechseln?

Ja. Rufnummern können mehrfach portiert werden. Jeder Wechsel muss aber ordentlich mit Kündigung des alten und Portierungsauftrag beim neuen Anbieter erfolgen.

Was passiert, wenn mein Handy zu langsam ist?

Bei erheblicher Minderleistung nach § 57 TKG dürfen Sie mindern oder außerordentlich kündigen. Die BNetzA-App liefert den offiziellen Nachweis.

Was tun bei einer verlorenen SIM-Karte?

Sofort beim Anbieter sperren lassen. Danach eine Ersatzkarte bestellen — die alte Rufnummer bleibt erhalten.

Was ist der Unterschied zwischen 4G und 5G?

5G ist der Nachfolger von 4G/LTE und bietet höhere Bandbreiten, kürzere Latenzen und mehr parallele Verbindungen. In Deutschland ist 5G im flächendeckenden Ausbau.