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Vorwahl 01566: Welches Mobilfunknetz?

Schnell erklärt: Die Vorwahl 01566 gehört ursprünglich zum Netz von 1&1 (1&1 Mobilfunk GmbH).

So ist der Begriff definiert

In der Diskussion über Handytarife taucht die Vorwahl 01566 regelmäßig auf. Der Rufnummernblock 01566 ist laut der Zuteilung der Bundesnetzagentur an die 1&1 Mobilfunk GmbH vergeben. Damit gehört jede neu geschaltete Rufnummer aus diesem Bereich zum Netz von 1&1.

Bedeutung im Vertragsalltag

Verstehen lässt sich der Begriff am besten im Zusammenspiel mit anderen Aspekten. Auf den Alltag übertragen: Bei der ursprünglichen Zuteilung sagt die Vorwahl klar, in welchem Netz die Rufnummer geführt wird. Bei portierten Nummern verlässt die Nummer dieses Netz — welches Netz aktuell zuständig ist, lässt sich nur über eine sogenannte HLR-Abfrage ermitteln.

Wie unterscheiden sich die Netze?

Die vier deutschen Mobilfunknetze bieten unterschiedliche Ausbauqualitäten. Die Telekom gilt seit vielen Jahren als führend bei der Flächenabdeckung, Vodafone folgt eng, o2 hat in urbanen Räumen sehr gute Werte und auf dem Land Lücken. Das jüngste Netz von 1&1 ist regional stark unterschiedlich ausgebaut und nutzt außerhalb seiner Eigenzellen ein nationales Roaming-Abkommen mit Vodafone.

Rufnummernaufbau in Deutschland

Eine deutsche Mobilfunknummer besteht aus der Verkehrsausscheidungsnummer 0, der Dienstkennzahl (15, 16 oder 17), einer Blockkennung und der eigentlichen Teilnehmernummer. Aus der Blockkennung leitet sich das Netz ab — im Fall von 01566 also 1&1 Mobilfunk GmbH. Aufgrund der Portierung nach § 46 TKG darf die Blockkennung aber nicht als Beweis für das aktuelle Netz einer bestimmten Nummer verwendet werden.

Wie prüfe ich das aktuelle Netz einer Rufnummer?

Aus dem Rufnummernblock ergibt sich das ursprüngliche Netz. Wurde die Nummer portiert, muss eine sogenannte HLR-Abfrage (Home Location Register) durchgeführt werden — sie liefert das aktuell zuständige Netz. Einige Anbieter stellen kostenlose Netz-Prüfer per SMS bereit, andere spezialisierte Dienstleister berechnen wenige Cent pro Abfrage.

Markt-Kontext

Ein spürbarer Preisverfall im Discount-Segment ging von der Drillisch-Gruppe (heute Teil von United Internet/1&1) und den Handel-Discountern aus. Aldi Talk, Lidl Connect und die Congstar-Töchter der Deutschen Telekom drückten die Grundgebühren für Allnet-Flat-Tarife deutlich, ohne die Netzqualität zu opfern.

Für Verbraucher heißt das

Wer im Ausland viel telefoniert oder surft, sollte die Roaming-Bedingungen des Tarifs genau lesen. Innerhalb der EU gilt Roam like at home und der Tarif ist ohne Aufpreis nutzbar. Außerhalb der EU können Auslandsoptionen sinnvoll sein — für längere Aufenthalte lohnt sich oft eine lokale Prepaid-Karte oder eine Reise-eSIM.

Vor dem Vertragsabschluss

Der Kündigungsbutton auf der Anbieter-Website ersetzt heute den Brief.

Häufige Fragen

Aus dem redaktionellen Alltag: die häufigsten Fragen zum Thema.

Welches Netz habe ich?

Aus der Vorwahl lässt sich das ursprüngliche Netz ableiten, bei portierten Nummern nur über eine HLR-Abfrage das aktuelle.

Was ist 5G Standalone?

Reines 5G ohne LTE-Anker. Erst damit werden Funktionen wie Network Slicing und volle Latenz-Vorteile möglich.

Wie oft muss ich meine Prepaid-Karte nutzen?

Bei den meisten Anbietern reicht alle 6 Monate eine kostenpflichtige Nutzung, sonst wird die Karte deaktiviert. Prüfen Sie die individuellen Bedingungen Ihres Anbieters.

Was ist der Unterschied zwischen einem Discounter und einem MVNO?

Ein Discounter ist ein Reseller, der Tarife eines Netzbetreibers vertreibt. Ein echter MVNO hat zusätzlich eigene Vermittlungstechnik und eigene Rufnummernbereiche.

Wie lange dauert der Anbieterwechsel?

Der eigentliche Wechsel dauert oft nur wenige Werktage. Mit Portierung und Zusendung der neuen SIM sollten Sie etwa 1 bis 2 Wochen einplanen.