Vorwahl 01568: Welches Mobilfunknetz?
Kurz gesagt: Die Vorwahl 01568 gehört ursprünglich zum Netz von 1&1 (1&1 Mobilfunk GmbH).
Worum es geht
Wer einen neuen Handyvertrag prüft, wird auf die Vorwahl 01568 stoßen. Der Rufnummernblock 01568 ist laut der Zuteilung der Bundesnetzagentur an die 1&1 Mobilfunk GmbH vergeben. Damit gehört jede neu geschaltete Rufnummer aus diesem Bereich zum Netz von 1&1.
Praktische Auswirkung
Der Zusammenhang mit anderen Bereichen des Mobilfunks ist eng. Für Verbraucher bedeutet das: Bei der ursprünglichen Zuteilung sagt die Vorwahl klar, in welchem Netz die Rufnummer geführt wird. Bei portierten Nummern verlässt die Nummer dieses Netz — welches Netz aktuell zuständig ist, lässt sich nur über eine sogenannte HLR-Abfrage ermitteln.
Wie unterscheiden sich die Netze?
Die vier deutschen Mobilfunknetze bieten unterschiedliche Ausbauqualitäten. Die Telekom gilt seit vielen Jahren als führend bei der Flächenabdeckung, Vodafone folgt eng, o2 hat in urbanen Räumen sehr gute Werte und auf dem Land Lücken. Das jüngste Netz von 1&1 ist regional stark unterschiedlich ausgebaut und nutzt außerhalb seiner Eigenzellen ein nationales Roaming-Abkommen mit Vodafone.
Rufnummernaufbau in Deutschland
Eine deutsche Mobilfunknummer besteht aus der Verkehrsausscheidungsnummer 0, der Dienstkennzahl (15, 16 oder 17), einer Blockkennung und der eigentlichen Teilnehmernummer. Aus der Blockkennung leitet sich das Netz ab — im Fall von 01568 also 1&1 Mobilfunk GmbH. Aufgrund der Portierung nach § 46 TKG darf die Blockkennung aber nicht als Beweis für das aktuelle Netz einer bestimmten Nummer verwendet werden.
Wie prüfe ich das aktuelle Netz einer Rufnummer?
Aus dem Rufnummernblock ergibt sich das ursprüngliche Netz. Wurde die Nummer portiert, muss eine sogenannte HLR-Abfrage (Home Location Register) durchgeführt werden — sie liefert das aktuell zuständige Netz. Einige Anbieter stellen kostenlose Netz-Prüfer per SMS bereit, andere spezialisierte Dienstleister berechnen wenige Cent pro Abfrage.
Markt-Kontext
Der deutsche Mobilfunkmarkt geht auf die frühen 1990er Jahre zurück. Damals starteten mit D1 (Telekom) und D2 (Vodafone) die ersten GSM-Netze, ergänzt durch E-Plus und o2 im E-Netz. Nach mehreren Fusionen — E-Plus ging 2014 in Telefónica auf, mobilcom-debitel firmiert seit 2022 als Freenet — hat sich der Markt konsolidiert. Mit dem Aufbau des vierten Netzes durch 1&1 seit 2023 gibt es wieder mehr Bewegung.
Für Verbraucher heißt das
Für Vielnutzer ohne festes Datenvolumen-Budget kann ein Unlimited-Tarif die günstigere Wahl sein. Wer regelmäßig über 30 GB im Monat verbraucht, spart mit einem Flat-Datentarif oft gegenüber häufigem Nachbuchen. Für alle anderen ist ein Tarif mit klar definiertem Volumen meist wirtschaftlicher.
Wer ein eigenes Handy hat, fährt mit einem SIM-only-Tarif fast immer günstiger.
Häufige Fragen
Verbraucher stellen zu diesem Punkt häufig folgende Fragen.
Was ist 5G Standalone?
Reines 5G ohne LTE-Anker. Erst damit werden Funktionen wie Network Slicing und volle Latenz-Vorteile möglich.
Wie oft muss ich meine Prepaid-Karte nutzen?
Bei den meisten Anbietern reicht alle 6 Monate eine kostenpflichtige Nutzung, sonst wird die Karte deaktiviert. Prüfen Sie die individuellen Bedingungen Ihres Anbieters.
Was ist der Unterschied zwischen einem Discounter und einem MVNO?
Ein Discounter ist ein Reseller, der Tarife eines Netzbetreibers vertreibt. Ein echter MVNO hat zusätzlich eigene Vermittlungstechnik und eigene Rufnummernbereiche.
Wie lange dauert der Anbieterwechsel?
Der eigentliche Wechsel dauert oft nur wenige Werktage. Mit Portierung und Zusendung der neuen SIM sollten Sie etwa 1 bis 2 Wochen einplanen.
Was kostet ein guter Handytarif 2026?
Preislich reichen die Angebote von 5 Euro Prepaid-Discountern bis 60 Euro für Unlimited-Tarife der Netzbetreiber.