5G Standalone (SA)
In einem Satz: Reines 5G ohne LTE-Anker, mit voller Nutzung der neuen Netzarchitektur.
In den Vertragsbedingungen der Mobilfunkanbieter taucht 5G Standalone (SA) auf. Reines 5G ohne LTE-Anker, mit voller Nutzung der neuen Netzarchitektur.
Bedeutung im Mobilfunk
Standalone-5G nutzt eine 5G-eigene Kernnetzarchitektur (5G-Core) und ist von LTE unabhängig. Erst mit SA werden Funktionen wie Network Slicing, sehr niedrige Latenzen und Verbesserungen bei der Akkulaufzeit möglich. Die Netzbetreiber bauen SA schrittweise aus, zunächst in Ballungsräumen. Endgerät und Tarif müssen SA explizit unterstützen.
Für den Alltag
Erst mit Blick auf die umliegenden Themen wird die Rolle im Vertrag deutlich. Konkret heißt das: Verwandt sind unter anderem folgende Begriffe:
- 5G — Fünfte Generation des Mobilfunkstandards, in Deutschland flächendeckend im Ausbau.
- 5G Non-Standalone (NSA) — 5G-Ausbaustufe, die auf einem LTE-Anker aufsetzt.
- Network Slicing — Aufteilung eines 5G-Netzes in dedizierte virtuelle Netze.
Im Markt-Kontext
Deutschland zählt rund 100 Millionen aktive SIM-Karten bei etwa 84 Millionen Einwohnern. Viele Nutzer verwenden mehrere Karten parallel — für private und berufliche Rufnummer, für Smartwatch, Tablet oder Auto. Der Mobilfunkmarkt gilt damit als einer der intensivsten in Europa und ist stark umkämpft.
Was Verbraucher tun können
Für Verbraucher heißt das im Alltag: Ein regelmäßiger Vergleich der Tarife lohnt sich. Wer noch in einem 24-Monats-Vertrag aus der Vor-Reform-Zeit steckt, zahlt oft deutlich mehr als bei einem aktuellen Neuabschluss. Die Kündigungsfristen sind seit der TKG-Reform 2021 verbraucherfreundlicher: Wer eine Frist verpasst, sitzt maximal einen Monat länger im alten Vertrag.
Vor dem Vertragsabschluss die passende Größe des Datenvolumens ehrlich einschätzen — Nachbuchen ist teuer.
Häufige Fragen
Aus dem redaktionellen Alltag: die häufigsten Fragen zum Thema.
Kann ich meine Rufnummer nach der Portierung wieder zurück wechseln?
Ja. Rufnummern können mehrfach portiert werden. Jeder Wechsel muss aber ordentlich mit Kündigung des alten und Portierungsauftrag beim neuen Anbieter erfolgen.
Was passiert, wenn mein Handy zu langsam ist?
Bei erheblicher Minderleistung nach § 57 TKG dürfen Sie mindern oder außerordentlich kündigen. Die BNetzA-App liefert den offiziellen Nachweis.
Was tun bei einer verlorenen SIM-Karte?
Sofort beim Anbieter sperren lassen. Danach eine Ersatzkarte bestellen — die alte Rufnummer bleibt erhalten.
Was ist der Unterschied zwischen 4G und 5G?
5G ist der Nachfolger von 4G/LTE und bietet höhere Bandbreiten, kürzere Latenzen und mehr parallele Verbindungen. In Deutschland ist 5G im flächendeckenden Ausbau.
Wann lohnt sich ein Familientarif?
Wenn zwei oder mehr Mobilfunkverträge im Haushalt nötig sind und der Rabatt pro Zusatzkarte den regulären Vergleichspreis unterschreitet. Ehrlich nachrechnen.